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Wie man sich vor Ransomware schützen kann

Heutzutage besitzt so gut wie jeder ein Gerät mit Zugang zum Internet. Dieses Medium ist zum zentralen Austauschpunkt für private und kommerzielle Anwender geworden, was sich Kriminelle natürlich auch zum Vorteil machen wollen. Mit Spyware und Malware gibt es verschiedene Möglichkeiten an die privaten Daten von Nutzern zu gelangen. Doch stellen Ransomware-Viren oder Trojaner eine ganz besonders große Gefahr dar.

Ransomware ist eine böse Falle in die man besser nicht reintappt.

‘Cryptolocker ransomware’ – Flickr via Christiaan Colen (CC BY-SA 2.0)

Ransomware ist mit einer Erpressung gleich zu setzen

Abgeleitet von “Ransom” (englisch für Lösegeld) handelt es sich bei Ransomware um Erpressungssoftware verschiedener Arten, kategorisiert als Krypto-Trojaner oder Lockscreen-Trojaner. Die Software gelangt auf den Computer und verschlüsselt private Dateien, Dokumente, Bilder oder sogar den ganzen Computer, was dem rechtmäßigen Eigentümer den Zugang zu seinen Daten verwehrt. Im gleichen Atemzug erscheint eine Nachricht, bei der entweder ein Countdown angezeigt oder ein Zeitraum genannt wird, in dem Nutzer eine Zahlung tätigen sollen, um den Entschlüsselungs-Key zu erhalten. Meist wird hierbei die virtuelle Währung Bitcoin gefordert. Falls die Zahlung nicht erfolgt, wird mit der automatischen Löschung aller Dateien gedroht. Der Befall mit Ransomware hat entsprechend herbe Konsequenzen für Unternehmen, die sich mit den finanziellen Verlusten konfrontiert sehen, aber auch für Privatpersonen, die ihre persönlichen Daten verlieren können. Darüber hinaus besteht die Gefahr, dass die Erpresser an Konto- und Kreditkarteninformationen gelangen können, da immer mehr Internetuser auch online Transaktionen tätigen. Dazu zählen Überweisungen via Onlinebanking, aber auch Daten von Online-Casinos, bei denen Geld nicht nur überwiesen oder abgebucht wird, sondern auch große Summen online in Kundenkonten verfügbar sind. Gerade bei diesen Aspekten ist die Cyber-Security von zentraler Bedeutung, um die Kunden und den Ruf der Casinos zu schützen. Deswegen ist es essentiell, die eigenen Bezahlvorgänge ausschließlich über gesicherte Seiten zu tätigen und gezielt diejenigen Anbieter wie PartyCasino zu wählen, bei denen eine 128-Bit-Verschlüsselung benutzt wird, die als besonders zuverlässig gilt. Auf vielen Webseiten hat sich darüber hinaus HTTPS als Verschlüsselungsmethode durchgesetzt, wenn es um einen geschützten Datentransfer zwischen Browser und Website geht.

Internetsicherheit sollte ernst genommen werden.

‘Sicherheit’ – Flickr via Olli Henze (CC BY-ND 2.0)

Dennoch nehmen die Angriffe mit Ransomware weiter zu. Im Mai wurde eine ganze Reihe von Krankenhäusern in Großbritannien angegriffen. Diese High-Profile-Angriffe sind keine Seltenheit, alleine 2015 waren laut einer Studie 3,1 Millionen Deutsche von einem Ransomware-Trojaner betroffen. Trotz der Drohungen empfiehlt das Bundeskriminalamt, das Lösegeld nicht zu zahlen, sondern Anzeige zu erstatten. Laut einer Umfrage aus dem Jahre 2016 bevorzugen ein Viertel der Unternehmen jedoch, die geforderten Lösegelder zu zahlen, 14 % sind sogar bereit, eine Summe von über einer Million Dollar zu investieren. Denn immer wieder werden auch große Unternehmen Opfer von Ransomware-Attacken: Erst im Juni wurde beispielsweise die dänische Reederei Maersk getroffen.

Doch wie verbreitet sich Ransomware überhaupt und wie kann man sich dagegen schützen? Anfangs wurden diese schädlichen Programme über E-Mail-Anhänge oder Pop-Ups verbreitet, die zu infizierten Seiten führten. Neuerdings werden getarnte Bilder, der Yahoo Messenger oder auch USB-Sticks verwendet. An erster Stelle wird vor allem empfohlen, regelmäßige Backups seiner Daten durchzuführen. Hier empfiehlt sich die Cloud oder eine externe Festplatte. Wichtig ist, dass diese während der Sicherung nur mit dem PC verbunden ist. In diesem Fall ist eine physische Backup-Option die bessere Alternative, da die Ransomware nicht in der Lage ist, die Daten befallen zu können. Cloudoptionen garantieren zwar Schutz vor Zugriff, aber die Daten sind oft nicht aktuell, was an dem langsamen Upload liegt. Am besten ist es, beide Optionen zur Absicherung seiner Daten zu nutzen.

Trotz Backups ist eine Infektion des Computers eine zeitraubende Sache. Da die Erpressungssoftware nur schwer zu entfernen ist, bleibt der beste Schutz die Prävention.  Um von vornherein eine Infektion des PCs zu vermeiden, können Anti-Virenprogramme helfen. Des Weiteren hilft es, die Benutzerkontensteuerung (UAC) aktiviert zu lassen, da jedwede Änderung am PC vorher bestätigt werden muss.

Beachtet man diese Tipps, wird nicht nur die Wahrscheinlichkeit einer Infektion gesenkt, sondern auch die Schwere dieser, falls der ungewünschte Fall eintritt. Denn wenn die Daten an anderer Stelle sicher verwahrt sind, kann man getrost das ganze System löschen und neu installieren.

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